Formen internationaler Begegnung

Die Vielzahl unserer Partnerschaften ermöglicht die Vielfalt der Projekte, die wir gemeinsam umsetzen:

Collège Antoine de Saint Exupéry, St. Jean-de-Braye
Europaklasse, Erasmus+-Projekte, deutsch-französisches Betriebspraktikum

Lycée de l’Europe, Dunkerque
Erasmus+-Projekte

Deutsch-französischer Schüleraustausch

Trinity School, Belvedere
Gilwell-Park

The Whitby High School, Ellesmere Port
Erasmus+-Projekte, deutsch-englischer Schüleraustausch

The Sir John Colfox School, Bridport
Comenius-Projekte
 

IES Santa Catalina de Alejandría, Jaén
Deutsch-spanischer Schüleraustausch, Erasmus+-Projekte

Dt-spanisches Schülerpraktikum

2 College Durendael, Oisterwijk
Erasmus+-Projekte, Ökologieprojekt "Thomas Kiele"

Japanische Internationale Schule, Frankfurt
Klassenpartnerschaften, Kollegiumstreffen

Özel Nesibe Aydin Koleji, Gölbaşı
Erasmus+-Projekte

ABC College, Ankara
Deutsch-türkischer Schüleraustausch, Erasmus+-Projekte

Zakladni skola Praha 13, Prag
Erasmus+-Projekt

Zakladni skola Lodenice, Lodenice
Deutsch-tschechischer Schüleraustausch

Ben- Zvi Junior High School, Kiryat-Ono
Deutsch-israelischer Schüleraustausch

Elcin Hight School, Nkurenkuru
Schülerpartnerschaften
 

 

Alle Projekte sind in den Unterricht eingebunden und/oder werden in Nachmittagsangeboten vor- und nachbereitet.

Download:

Unsere Netzwerkkonferenz

1992 wurde die Heinrich-Heine-Schule zur Europaschule des Landes Hessen ernannt. Seit 1994 kommen jährlich im Januar unsere internationalen Partnerschulen in Dreieich zusammen, um laufende und zukünftige Projekte untereinander zu koordinieren, unserer „Netzwerkkonferenz“. 2017 nahmen 14 Delegationen von Partnerschulen aus Frankreich, Großbritannien, Deutschland, Italien, den Niederlanden, Polen, der Türkei, Finnland, Spanien und Japan teil.

Am Ende der ersten Netzwerk-Konferenz im Januar 1994 wurde von allen Teilnehmern ein Communiqué verabschiedet, in dem wir uns zur partnerschaftlichen Zusammenarbeit verpflichteten.
 

Communiqué

  • Wir wollen, dass die Jugend Europas innerhalb der europäischen Union und über ihre Grenzen hinaus miteinander und voneinander lernt, indem sie sich begegnet, zusammen kommuniziert, arbeitet, spielt und lebt.
  • Wir wollen, dass sie Vorurteile und Grenzen, die Menschen voneinander trennen, überwindet. Wir wollen sie befähigen, in Frieden, gegenseitigem Respekt und Toleranz gleichberechtigt zusammenzuleben.

  • Um diese Ziele zu erreichen, soll im Verbund eines Netzwerkes die partnerschaftliche Zusammenarbeit von Schülern, Lehrern und Eltern durch eine Vielzahl von Kommunikationsformen vertieft und ausgebaut werden.

  • An dieser Zusammenarbeit beteiligen sich alle Partnerschulen. Einzelne Projekte werden von zwei oder mehreren Partnern durchgeführt.

  • Wir sind uns bewusst, dass organisatorische, administrative, bürokratische und finanzielle Hindernisse beseitigt werden müssen.


Diese Konferenz hat drei Ziele:

  • die aktuellen Projekte zu bewerten, Erfahrungen auszutauschen und die zukünftigen Aktivitäten zu definieren
  • die zukünftigen Aktivitäten zu planen und ihre Qualität zu sichern

  • die zwischenmenschlichen Beziehungen, die die Basis für interkulturelle und internationale Zusammenarbeit bilden, zu vertiefen.

    An zwei Tagen wird intensiv in Arbeitsgruppen und im Plenum gearbeitet; festliches und fröhliches Beisammensein rundet das Programm ab und vertieft das Ergebnis. Diese Netzwerkkonferenz stellt sich unter den Europaschulen in Hessen in ihrer Kontinuität und Größe einzigartig dar. Die Idee verdanken wir Herrn Prof. Dr. Gordon H. Bell (University of Leeds), dem wissenschaftlichen Begleiter des Europaschulprogramms. Seine Idee sah vor, regelmäßige Tagungen unter den Partnerschulen zu veranstalten, um...

  • internationale Beziehungen zu intensivieren

  • ein Forum für neue Ideen zu schaffen

  • neue Formen der interkulturellen Begegnung zu entwickeln

  • allen Schülern den Zugang zu internationalen Projekten zu ermöglichen.


Kleine Netzwerk-Philosophie

Von Netzwerken ist überall die Rede; zumal vor dem technischen Hintergrund sind sie strapazierte, gelegentlich anonyme Gebilde. Hier, bei der Netzwerkkonferenz der Heinrich-Heine-Schule, geht es um anderes – hier erleben wir einen Ort der Begegnung und des Dialogs. Es geht uns um die Vernetzung von europäischen Schulen, von unterschiedlichsten Ideen und Vorstellungen – und damit um Menschen. Die Netzwerkkonferenz bedeutet zunächst einmal Zusammenkunft von Lehrerinnen und Lehrern (natürlich auch Schülerinnen und Schülern), die ein gemeinsames Interesse daran haben, ihre Erfahrungen und Ideen zum Thema „schulische Zusammenarbeit in Europa“ auszutauschen. Dabei schafft die Netzwerkkonferenz den Rahmen, der diesen Dialog anstößt und fördert. Denn die kulturellen Unterschiede, die von den Teilnehmerinnen und Teilnehmern eingebracht werden, sind Bereicherung, sind ein nahezu unerschöpflicher Fundus für Ideen und das Werkzeug für den Aufbau gemeinsamer Begegnungsprojekte. Ziel dabei ist, neue Perspektiven zu gewinnen, neue Formen der Begegnung, neue Inhalte. Es gibt dabei eine Philosophie des Gebens und Nehmens – was wir an Erfahrungen einbringen, lernen wir im Spiegel der anderen neu zu verstehen und zu bewerten.

 

Europäische Kultur

Die Netzwerkkonferenz ist ein Ort der Begegnung und des Kennenlernens von Lehrerinnen und Lehrern, Schülerinnen, Schülern und Eltern. In einem Klima gegenseitigen Respekts und der Sympathie werden die unterschiedlichen Projekttypen entwickelt, wird über Formen und Inhalte verhandelt. In diesem Miteinander entsteht das, was wir eine europäische Kultur des Gesprächs nennen. Expertenvorträge und Fortbildungsseminare in Zusammenarbeit mit dem Hessischen Kultusministerium, dem Deutsch-Französischen Jugendwerk und dem Deutschen Institut für Internationale Pädagogische Forschung (DIPF) geben wesentliche Impulse.

Die Netzwerkkonferenz der Heinrich-Heine-Schule ist Garant für die Qualität und die Bandbreite der Projekte sowie für die Kontinuität und Verlässlichkeit der Partnerschaften. Seit über zwanzig Jahren streben wir danach, die Rahmenbedingungen für die interkulturelle Begegnung zwischen den Schülerinnen und Schülern der HHS und unserer Partnerschulen zu schaffen. Diese Rahmenbedingungen ermöglichen den Schülerinnen und Schülern...

  • ihre Persönlichkeit in anderer kultureller und sprachlicher Umgebung zu erproben

  • sich im Spiegel der Anderen wahrzunehmen

  • Gemeinsamkeiten und Unterschiede anderer Lebensweisen und Wertvorstellungen zu erkennen und zu tolerieren


Schülerinnen und Schüler, die an einem oder mehreren Begegnungsprojekten teilnehmen, machen wesentliche Erfahrungen auf ihrem Bildungsweg zu mündigen Bürgern Europas und der Welt.

 

Aufbau des Netzwerks

Die Heinrich-Heine-Schule hat beim Aufbau des Internationalen Netzwerkes nicht bei Null beginnen müssen; zum Kreis der ersten sechs teilnehmenden Partnerschulen gehörten vier, mit denen wir schon auf eine mehrjährige Beziehung zurückblicken konnten. Innerhalb von nur zwei Jahren stieg die Zahl unserer Partnerschulen auf neun; heute sind wir ein Kreis von zwölf Schulen. Wichtig war für uns dabei, das klassische „Austausch-Dreieck“ zwischen Deutschland, England und Frankreich aufzubrechen und Beziehungen auch zu anderen Ländern aufzubauen.

 

Unsere Erfahrungen nach vielen Jahren

Nach über zwanzig Jahren der Zusammenarbeit auf europäischer Ebene stellen wir fest:

Unsere Ziele haben wir erreicht, unsere Erwartungen sind übertroffen worden.

Die beteiligten Schulen haben sich auf „Europa“ eingelassen, Vertrauen gewagt, Brücken gebaut und Netzwerke gebildet. Es ist in dieser Zeit gelungen, den Kreis der Schulen, die eng zusammenarbeiten, zu erweitern. In zahlreichen gemeinsamen Projekten geben wir unseren Schülerinnen und Schülern die Chancen der Begegnung, der Zusammenarbeit, des Kennenlernens, der kritischen Auseinandersetzung mit ihren europäischen Partnern. Die jungen Menschen nehmen die Herausforderungen mit großem Interesse, viel Engagement und echter Motivation an.