25 Jahre Europaschule des Landes Hessen – Jubiläumsfeier an der Heinrich-Heine-Schule

Für Donnerstag, den 21. Juni 2018 hatte die Heinrich-Heine-Schule zu einer besonderen Feierstunde geladen, um auf 25 Jahre Europaschule zurückzublicken.  Dieser Einladung waren neben zahlreichen Mitgliedern der Schulgemeinde viele ehemalige Kolleginnen und Kollegen, Vertreter benachbarter Schulen sowie Vertreter der kommunalen Politik und der Landespolitik gefolgt.

In ihrer Begrüßungsrede wies Schulleiterin Sigrid Harnischfeger auf die Vorreiterrolle hin, welche die Heinrich-Heine-Schule als eine der fünf Gründerschulen der hessischen Europaschulen innehabe. Gerade in Zeiten einer vermehrt aufkommenden Europa-Skepsis und nationaler Tendenzen sei die Arbeit an einer Europaschule überaus wichtig, um Werte und Grundprinzipien wie Offenheit, Toleranz und „die Freiheit in den Köpfen“ zu vermitteln und zu leben und damit das Fundament für ein friedliches Europa zu schaffen.

Es folgten Grußworte von Frau Dr. Corinna Hartmann (HKM), des Landrates Herrn Oliver Quilling (Kreis Offenbach) und des 1. Stadtrates Martin Burlon (Stadt Dreieich), die der Heinrich-Heine-Schule zu diesem 25-jährigem Jubiläum gratulierten, der Schulgemeinde für die „unabdingbare Europaarbeit“ dankten und zur Weiterführung der international ausgerichteten Projekte und Begegnungsfahrten animierten.

Frau Katja Lang des Schulelternbeirates wies auf die vielfältigen Angebote der Heinrich-Heine-Schule hin, die es ermöglichten, den Blick der Schüler über die Landesgrenzen hinaus zu schärfen und ihnen Einblicke in andere Kulturen zu gewähren. In Vertretung der Schülerschaft versicherte Robin Ottermann-Eakin (G10c), stolz darauf zu sein, ein Schüler dieser Europaschule zu sein und das an der Schule gelebte „Europagefühl“ erfahren und mitgestaltet zu haben. Wie er erklärte, sei an der Heinrich-Heine-Schule jeder willkommen, ganz gleich, wie er aussehe, denn schließlich zählten die inneren Werte eines Menschen.

In einer Menüabfolge bestehend aus zwei Vorspeisen, zwei Hauptspeisen und Nachtisch skizzierte Herr Michael Tätzsch, ehemaliger Koordinator für Internationales, die Entstehung und Entwicklung der Heinrich-Heine-Schule als Europaschule und den Aufbau des breitgefächerten internationalen Netzwerkes.

Musikalisch und tänzerisch wurde das Programm untermalt durch Beiträge des Chores der Klasse G6b unter Leitung von Frau Simone Armbrust, der Tanz AG „Let’s dance“ unter Leitung von Frau Susanne Katharina Stein sowie der Liedbeiträge der Schülerin Shannon Possinke (G10a).

Ein besonderer Programmpunkt war die Vorstellung des Projektes „Demokratieboten“. Dieses vom Land Hessen unterstützte Pilotprojekt wird derzeit von Theaterpädagogen der Creative Change e.V. mit Schülerinnen und Schülern der Jahrgänge 8 und 9 der Heinrich-Heine-Schule durchgeführt. Dabei werden die Schüler über einen Zeitraum von zwei Jahren zu „Demokratieboten“ aus- und weitergebildet. Im Rahmen der Feierlichkeiten führten bereits ausgebildete Demokratieboten szenische Übungen mit Schülern der Klasse G6a vor. Dabei simulierten sie Situationen aus dem schulischen Alltag, in denen es z.B. um Diskriminierung, Mobbing, Rassismus oder Antisemitismus geht, und suchten nach Lösungen für die dargestellten Konflikte.

Zum Abschluss der Feierstunde wurden zwei Objekte eingeweiht, die nun den Schulalltag bereichern und das Schulgelände zieren: Der unter der Leitung von Frau Corinna Fichtel und Herrn Dennis Groß-Muñoz entstandene Europa-Pfahl listet nicht nur die Partnerschulen der Heinrich-Heine-Schule auf, sondern informiert auch über die Richtung und Entfernung. Die Stierkopf-Skulptur, die Herr Tresser zusammen mit Schülern gestaltet hatte, bietet der Schulgemeinden nun eine originelle Sitzgelegenheit.

Im Anschluss an die Feierstunde lud Schulleiterin Sigrid Harnischfeger zum gemeinsamen Beisammensein bei Getränken und einem kleinen Imbiss auf den Schulhof der Europaschule ein.