Autorenlesung von Jochen Till und Christian Funk

Eine Autorenlesung der besonderen Art konnten die Schülerinnen und Schüler der Realschul- und Gymnasialklassen des Jahrgangs 8 am Mittwoch, den 29.11.2017 miterleben: Jochen Till, bekannter Kinder- und Jugendbuchautor, besuchte von der dritten bis zur sechsten Stunde die Heinrich-Heine-Schule. Da er von sich selbst behauptet, nicht gut vorlesen zu können, kam er in Begleitung von Christian Funk, einem befreundeten Schauspieler, der das Vorlesen für ihn übernahm.

Jochen Till führte die Schüler mit viel Humor durch die Lesung und plauderte aus seinem Schriftstellerleben. Dabei erfuhren die Achtklässler allerhand Hintergrundinformationen zur Entstehung seiner Werke: Till wollte eigentlich Rockstar werden und seine erste Geschichte schrieb er nur, weil er seiner ersten Freundin, die alles rund ums Buch „so richtig cool“ fand, imponieren wollte. Dabei entstand sein erstes Werk „Der Junge Sonnenschein“. Darauf folgten noch viele weitere erfolgreiche Kinder- und Jugendbücher sowie Romane für Erwachsene. Im Jahr 2003 wurde sein Werk „Ohrensausen“ dann für den Deutschen Jugendliteraturpreis nominiert.

Durch das ausdrucksstarke und lebendige Vorlesen Christian Funks konnten sich die Schüler auch sogleich selbst davon überzeugen, warum Tills Werke so beliebt und erfolgreich sind: Die alltagsnahen Situationen über Freundschaft und die großen und kleinen Hürden des Lebens kamen bei den Jugendlichen gut an und ließen sie aufhorchen, schmunzeln und oftmals lauthals lachen.

Der Wechsel zwischen dem Erzählen von sich und seinem Schaffen und dem Vorlesen besonderer Textpassagen machte die Lesung zu einem kurzweiligen, amüsanten und gleichzeitig auch sehr informativen Ereignis für die Achtklässler. Besonders neugierig folgten die Schüler dabei Tills Ausführungen über seine Zusammenarbeit mit verschiedenen Illustratoren, so mit Zapf, der u.a. die Charaktere des Jugendromans „Der große Nick“ zeichnerisch umgesetzt hatte. Und schließlich wurde der leidenschaftliche Geschichtenerzähler und große Comicliebhaber Till dann doch noch selbst zum Vorleser, indem er die Rolle des Teufels übernahm und, entgegen seiner Behauptung, überzeugend vortrug.

Am Ende der Lesung lud der Autor die Schüler dazu ein, Fragen zu stellen und die erworbenen Bücher zu signieren. Unter großem Applaus wurden Jochen Till und Christian Funk dann von den Schülern verabschiedet.