Erasmus+ 2018-2020: Heinrich-Heine-Schule ist Kooperationspartner in zwei neuen Erasmus+-Projekten

Großen Grund zur Freude hat die Heinrich-Heine-Schule seit Beginn des aktuellen Schuljahres, denn sie ist in zwei neuen Erasmus+-Projekten vertreten. Beide Projekte, die von der EU finanziert werden, haben eine Laufzeit von zwei Jahren und werden damit im aktuellen und auch im nächsten Schuljahr an der Heinrich-Heine-Schule und den beteiligten Partnerschulen durchgeführt werden.

Das Projekt „Virtual and Real in our Life” wird sich mit dem Einfluss virtueller Entwicklungen auf unser tägliches Leben beschäftigen. Dabei soll es sowohl um die Bereiche Kommunikation, Freizeit und Freundschaften wie auch der Bereich der Kunst gehen. Neben der Beschäftigung mit den Funktionsweisen der virtuellen Welt werden die beteiligten Schulen ebenfalls ergründen, wie sich die virtuelle Realität sinnvoll im Unterricht einsetzen lässt. Damit sind es die zentralen Ziele des Projektes, die reale und die virtueller Welt miteinander zu vergleichen, die Technologien, die zur Erschaffung virtueller Welten notwendig sind, kennenzulernen, sich über virtuelle (Lern-)Programme zu informieren und deren Nutzen für den Unterricht zu ergründen, Chancen und Gefahren virtueller Freizeitgestaltungen zu hinterfragen.

Koordiniert wird das Projekt von der Zakladni Skola Mladi in Prag, Tschechien. Neben der Heinrich-Heine-Schule beteiligen sich noch zwei langjährige Partnerschulen aus Saint-Jean-de Braye, Frankreich (College Antoine-de-Saint-Exupery) und Motta di Livenza, Italien (Instituto Comprensivo Motta di Livenza) sowie eine neue Partnerschule aus Alcalá de Henares, Spanien (IES Alkala Nahar) am Projekt, das sich an Schülerinnen und Schüler der Jahrgänge 7 bis 9 aller Schulformen richtet.

Im Verlauf der nächsten beiden Schuljahre sind insgesamt fünf Projekttreffen für Schüler und Lehrer und zwei Koordinationstreffen für Lehrer an den beteiligten Schulen vorgesehen.

Das Auftakttreffen fand bereits vom 14.10. bis zum 20.10.2018 an der Prager Partnerschule statt. Während dieser Woche beschäftigten sich die Schüler und Lehrer dem Virtuellen und dem Realen damals und heute. Neben der historischen Perspektive ging es ebenfalls um die Technologien, die hinter der virtuellen Realität stecken.

Ansprechpartnerinnen der Heinrich-Heine-Schule für das Erasmus+-Projekt „Virtual and Real in our Life“ sind Frau Kemmer und Frau Gilb.

Das zweite neue Erasmus+-Projekt „La música y las artes escénicas al servicio de la comunidad. Socializando nuestro patrimonio cultural” („Musik und szenische Künste im Dienst der Gemeinschaft. Eine Vergesellschaftung unseres Weltkulturerbes“) ist in der langjährigen Tradition der Beteiligung der Heinrich-Heine-Schule an Comenius-/Erasmus+-Projekten das erste spanischsprachige Projekt. Koordiniert wird es von der Partnerschule IES Catalina de Alejandría aus Jaén, Spanien. Neben der Heinrich-Heine-Schule ist noch das Liceo Statale Gaio Valerio Catullo aus Monterotondo, Italien beteiligt.

Ziele dieses Projektes sind es zu ergründen, was genau unter dem europäischen Weltkulturerbe zu verstehen ist und wie es sich in unserem (Zusammen-)Leben äußert, welchen Sinn es für uns hat und wie wir es bewusst (er-)leben, ausdrücken und unsere Gesellschaft damit bereichern. Eines der zentralen Anliegen ist es, Jugendliche an bestimmte Felder des europäischen Weltkulturerbes heranzuführen, dabei ihre Sozialkompetenz zu stärken und sie durch die Zusammenarbeit des Projektes mit außerschulischen Einrichtungen zu verantwortungsbewussten Bürgerinnen und Bürgern zu erziehen.

Neben der Verwendung des Spanischen als Verständigungssprache geht mit diesem Projekt noch eine weitere Neuerung einher: Für zwei Schüler der Heinrich-Heine-Schule wird es die Möglichkeit geben, einen sogenannten Langzeitaustausch von zwei Monaten zu absolvieren, der bereits für März 2019 geplant ist. Erfreulich ist, dass die Heinrich-Heine-Schule bereits ab Januar 2019 zwei spanische Schüler für zwei Monate aufnehmen wird. Darüber hinaus wird eine Spanischlehrkraft in den kommenden Sommerferien an einer einwöchigen Lehrerfortbildung in Spanien teilnehmen.

Die Lehrerfortbildung und die Langzeitaufenthalte für Schüler werden ergänzt um einwöchige Besuche an den beteiligten Schulen, um sich eingehender mit verschiedensten Themenaspekten zu beschäftigen. Vorgesehen ist z.B., Musikinstrumente aus Müll zu bauen und damit den Aspekt der Nachhaltigkeit zu beleuchten. In diesem Zusammenhang sind ebenfalls Kooperationen mit einem Kindergarten und einem Altenpflegeheim vorgesehen. Die Kooperationen sind nicht nur auf regionaler, sondern auch auf internationaler europäischer Ebene angedacht, so z.B. auf lokaler Ebene mit dem Kinder- und Jugendzirkus „Wannabe“ in Neu-Isenburg.

An der Heinrich-Heine-Schule haben die Schüler bereits seit Schuljahresbeginn die Möglichkeit, sich in der Zirkus-AG dem Thema des Erasmus+-Projektes anzunähern. Unterstützt wird das Projekt u.a. durch Frau Bondaug und ihrem WP-Kurs „Service-Learning“.

Verantwortlich für dieses auf mehreren Ebenen innovative Erasmus+-Projekt sind Frau Wey und Frau Pirhonen.