Erasmus+-Projekttreffen in Jaén (Spanien) begeistert Schüler der Heinrich-Heine-Schule

Vom 30. September bis zum 07. Oktober 2017 waren drei Achtklässler der Heinrich-Heine-Schule mit zwei betreuenden Lehrkräften (Fr. Hesse und Hr. Kemmer) an der spanischen Partnerschule I.E.S. Santa Catalina de Alejandría in Jaén zu Gast. Die Fahrt fand im Rahmen des Erasmus+-Projekts „Refugees in Europe – Our Future in Motion“ statt, welches seit September 2016 von der Heinrich-Heine-Schule koordiniert wird und zusammen mit den Partnerschulen aus Großbritannien, Spanien,Frankreich, Tschechien und der Türkei durchgeführt wird.

Ziel dieses EU-geförderten Projektes ist es, die Flüchtlingsthematik unter verschiedenen Aspekten zu beleuchten und dabei die Schüler
länderübergreifend für die Fluchtursachen und den Umgang mit Fremdheit zu sensibilisieren sowie den Demokratiegedanken im Sinne eines
geeinten Europas zu stärken. Während der insgesamt 18-monatigen Projektlaufzeit finden dazu in regelmäßigen Abständen Treffen an den
Projektschulen statt, bei denen unterschiedliche thematische Schwerpunkte gesetzt werden. So lag der inhaltliche Schwerpunkt dieses
vierten Projekttreffens in Südspanien auf den Fluchterfahrungen und der Bedeutung von Grenzen.

In Workshops konnten die jungen Projektteilnehmer Vorurteile anderen Kulturen gegenüber widerlegen und abbauen. Auch diskutierten sie die Bedeutung von Grenzen im Zusammenhang mit den aktuellen Fluchtbewegungen. Durch die Ausflüge nach Sevilla, in das Andalusische
Parlament und nach Córdoba lernten die Schülerinnen und Schüler die bewegende Geschichte Andalusiens kennen und richteten so ihren Blick auf historische Migrationsbewegungen und deren Auswirkungen auf das damalige gesellschaftliche Zusammenleben. Besonders einprägsam waren dabei die Informationen über die Zeiten des friedlichen Zusammenlebens von Christen, Juden und Muslimen auf der Iberischen Halbinsel.

Die internationalen Gäste wurden während des einwöchigen Aufenthaltes sehr herzlich von den spanischen Gastgebern aufgenommen, was den Austausch der europäischen Jugendlichen untereinander stark beförderte. Gefragt nach ihren Erfahrungen und Erlebnissen im
Erasmus+-Projekt erklärte Julian (G8a): „Das beste waren die Freunde, die wir gefunden haben. Wir werden auf jeden Fall in Kontakt bleiben.“ Damit zeigt sich eines der grundlegenden Vorhaben des Erasmus+-Projektes, nämlich den Dialog von Jugendlichen untereinander zu fördern und für ein geeintes Europa einzustehen, als bestätigt.

Voller Freude blicken die Projektteilnehmer nun dem nächsten Projekttreffen entgegen, das im Mai des kommenden Jahres in Prag an der Tschechischen Partnerschule stattfinden wird. Der inhaltliche Schwerpunkt wird dann auf der Bedeutung der Medien bei der Darstellung
der Flüchtlingsthematik liegen.