„Europa - damals so aktuell wie heute“

Hessische Europaministerin Lucia Puttrich erinnert mit Veranstaltungsreihe an die Unterzeichnung der Römischen Verträge vor 60 Jahren / Besuch in der Heinrich-Heine-Europaschule in Dreieich


WIESBADEN. Vor 60 Jahren, am 25. März 1957, unterzeichneten Belgien, die Bundesrepublik Deutschland, Frankreich, Italien, Luxemburg und die Niederlanden in Rom die Verträge zur Gründung der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft, zur Europäischen Atomgemeinschaft (EURATOM)
und das Abkommen über gemeinsame Organe für die Europäischen Gemeinschaften. Diese Römischen Verträge gelten als Geburtsstunde der Europäischen Union. Hessens Europaministerin und Europastaatssekretär Mark Weinmeister feiern mit einer Reihe von verschiedenen Veranstaltungen in Hessen dieses Jubiläum.

„Wir Europäer sind miteinander einen weiten Weg gegangen. In 60 Jahren ist eine Union gewachsen, die Wert auf friedliche Zusammenarbeit, Achtung der Menschenwürde, Freiheit, Demokratie, Gleichheit und Solidarität zwischen den europäischen Nationen und Völkern legt“ sagte
Europaministerin Puttrich beim Besuch der Heinrich-Heine–Schule inDreieich, einer der ältesten Europaschulen Hessens. Ziel sei aber nicht nur die Erinnerung, sondern der Blick in die gemeinsame Zukunft. „Wir müssen unser europäisches Haus gründlich sanieren, damit es auch
die nächsten Jahrzehnte unbeschadet übersteht“, sagte Puttrich.

Mit mehreren Schüler-Gruppen der Jahrgangsstufe 10 diskutierte die Europaministerin im Rahmen des Politik-Unterrichts über die Bedeutungder Römischen Verträge. Außerdem informierte sich Puttrich über das von der EU geförderte Projekt „Refugees in Europe – Our Future in Motion“, das derzeit an der Schule läuft. Dessen Ziel ist es, die Flüchtlingsthematik länderübergreifend unter verschiedenen Aspekten zu beleuchten.

„60 Jahre Europäische Union ist für uns ein wichtiger Anlass, um zu sehen, wo unser europäisches Projekt steht“, so Puttrich. Nun gelte es, die Stärken Europas in die Waagschale zu werfen, über diejenigen Bereiche nachzudenken, in denen weitere Verbesserungen erforderlich sind, und gemeinsamen Willen zu zeigen, eine bessere gemeinsame Zukunft mit 27 Mitgliedstaaten zu gestalten, so Puttrich weiter.

Als wichtigen Partner in diesem Prozess sieht Puttrich die Europaschulen. Immerhin zähle das Netzwerk der Hessischen Europaschulen zu den ältesten und profiliertesten in Deutschland:
Bereits 1992 legte das Hessische Kultusministerium ein Programm auf, mit dem Schulen besonders gefördert werden, wenn sie die Europäische Dimension von Bildung, Sprachenlernen, Methodenkompetenz und Qualitätsentwicklung in ihrer Schule umsetzen und leben.

„Mit ihrem Anspruch, die Schülerinnen und Schüler von der Europäischen Einigung zu begeistern und sie zu befähigen, sich in Europas Vielfaltund dem globalen Studien- und Arbeitsmarkt zurechtzufinden, leisten die Europaschulen Wertvolles für den Europäischen Gedanken“, sagte
Puttrich, die im Rahmen ihres Besuchs mit Schülergruppen über die Zukunft der EU sowie die Migrationspolitik diskutierte.


Dr. Michael Horn
Pressesprecher der Hessischen Ministerin für Bundes- und Europaangelegenheiten
und Bevollmächtigten des Landes beim Bund