Israel-Austausch 2018

Im Rahmen des diesjährigen Israel-Austausches reisten vom 17. bis zum 23.04.2018 neun Schülerinnen und Schüler der Heinrich-Heine-Schule und acht Schülerinnen und Schüler der Dietzenbacher Ernst-Reuter-Schule an die Ben Zvi Junior Highschool, die Partnerschule im israelischen Kiryat Ono. Begleitet wurden sie dabei von den verantwortlichen Lehrkräften der Heinrich-Heine-Schule, Patricia Christ, und der Ernst-Reuter-Schule, Michael Neuner.

Nach 20 Jahren Städtepartnerschaft zwischen dem Kreis Offenbach und der Stadt Kiryat Ono etablierte die Heinrich-Heine-Schule bereits im vorletzten Jahr den ersten Schüleraustausch zu der kleinen Gemeinde östlich von Tel Aviv. Nach dem großen Erfolg der letzten beiden Jahre ging dieses Projekt nun in seine dritte Runde.

Beim Besuch in Kiryat Ono standen neben gemeinsamer Freizeit in den Gastfamilien auch interessante Ausflüge auf dem Programm. In Tel Aviv führte eine Tour von der Independence Hall, dem Ort der Proklamation des Staates Israel, durch die wichtigsten Viertel der Stadt. Der zweite große Ausflug führte in den Südosten des Landes bis zu der Festungsruine Masada und an das Tote Meer. Hier genossen die Schülerinnen und Schüler das nahezu schwerelose Treiben in dem am tiefsten gelegenen See der Erde. Auch war es den Teilnehmern möglich, am 19.04.2018 den Independence Day mitzuerleben, an dem an die Proklamation des israelischen Staates erinnert wurde und der sich in diesem Jahr zum 70. Mal jährte. Darüber hinaus stand eine Führung in den archäologischen Stätten in Caesarea auf dem Programm.

Bereits zehn Tage nach dem Israel-Aufenthalt fand der Gegenbesuch der israelischen Schüler in Begleitung ihrer Lehrer, Haviv Einav und Or Cohen, in Dreieich statt. Vom 04. bis zum 09.05.2018 stand für die beteiligten Schüler und Lehrer die deutsch-israelische Freundschaft im Zentrum. Dazu gab es einen Kunst-, einen Koch- und einen Sportworkshop an der Heinrich-Heine-Schule, bei denen die 15- und 16-jährigen Schülerinnen und Schüler ihre Freundschaften vertieften. Darüber hinaus wurden ebenfalls Ausflüge unternommen. So lernten die Schüler Frankfurt bei einer Stadtführung kennen, sie besuchten den Frankfurter Flughafen mit der dazugehörigen Feuerwehrstation und machten einen Ausflug in den Freizeitpark „Phantasialand“.

Bei dem Austausch standen vor allem die zwischenmenschlichen Beziehungen im Vordergrund. Dass religiöse oder politische Ansichten dabei keine Rolle spielten, bestätigte die Tatsache, dass ein muslimisches Mädchen mit nach Israel reiste und von ihrer Gastfamilie sehr herzlich aufgenommen wurde. Diese Herzlichkeit wurde von anderen Austauschteilnehmern bestätigt, so auch von Leena Christoph, der Schulsprecherin der Heinrich-Heine-Schule, die erklärte, dass die Kultur bei diesem Austausch natürlich eine gewisse Rolle spiele, es aber doch viel wichtiger sei, dass sie durch diese Begegnung zusammengewachsen seien.