Letztes Treffen des Erasmus+-Projekts „Refugees in Europe – Our future in Motion” in Prag

Vom 12.05. bis zum 19.05.2018 fand das letzte Treffen des Erasmus+-Projektes „Refugees in Europe – Our Future in Motion“ an der Základní škola Mládí in Prag statt. Für die Heinrich-Heine-Europaschule nahmen an diesem Treffen Yanet (R10c), Shannon (G10a), Benjamin und Felix (beide G8a) teil. Begleitet wurden sie von den Projektkoordinatorinnen Frau Höhn und Frau Kohl.

Das einwöchige Treffen bildete den Abschluss der insgesamt achtzehnmonatigen Projektarbeit, die von der Heinrich-Heine-Europaschule koordiniert wird und an der sich neben der Základní škola Mládí noch Partnerschulen aus England, Frankreich, Spanien und der Türkei beteiligen.

Ziel des EU-geförderten Projektes ist es, die Flüchtlingsthematik unter verschiedenen Aspekten zu beleuchten und dabei die Schüler länderübergreifend für die Fluchtursachen und den Umgang mit Fremdheit zu sensibilisieren sowie den Demokratiegedanken im Sinne eines geeinten Europas zu stärken.

Der inhaltliche Schwerpunkt des Abschlusstreffens lag auf der Bedeutung der Medien bei der Darstellung der Flüchtlingsthematik. In einem Workshop der tschechischen NGOs „SIMI“ und „Člověk v tísni“, die sich national und international für humanitäre Hilfe und Entwicklungshilfe sowie die Verteidigung der Menschenrechte einsetzen,
lernten die insgesamt über 40 internationalen Schülerinnen und Schüler, auf welche Weise sich die Berichterstattung der Printmedien über die Ankunft von Flüchtlingen in verschiedenen Ländern vollzieht.
Dabei wurden vor allem der besondere Auftrag der Medien und ihrer Verantwortung bei der Informationsübermittlung sowie der Unterschied zwischen Sensationsjournalismus, dem investigativen Journalismus und objektiver Berichterstattung aufgezeigt.

Über die Manipulation von Nachrichten und deren Auswirkung auf nationale Strömungen informierten sich die Projektteilnehmer eingehend im Gespräch mit dem Journalisten Marek Wollner beim Besuch des tschechischen Fernsehens Česká televize. Bei einer Führung durch den Sender erhielten sie einen Einblick in die Arbeitsweise von Fernsehjournalisten und in die Produktion von verschiedenen TV-Formaten.

Danach hieß es für die Schülerinnen und Schüler, selbst zu Redakteuren zu werden. In Kleingruppen entwarfen sie in Bezug zur Flüchtlingsthematik Zeitungscover und drehten Kurzvideos, in denen sie das Erasmus+-Projekt vorstellten oder eine Nachrichtensendung präsentierten. Die Ergebnisse dieses einwöchigen Kurzzeitaustausches
können auf der Homepage des Projektes angesehen werden: https://twinspace.etwinning.net/28183/home

Eine tolle Erfahrung sei es gewesen, Teil dieses Projektes zu sein und so viel über Flüchtlinge in den verschiedenen europäischen Ländern gelernt zu haben, resümierte ein Schüler die Projektwoche. Andere bekräftigten dies und betonten, viele neue Freunde gefunden zu haben und auf jeden Fall in Kontakt bleiben zu wollen. Schade sei es, erklärte einer der jüngeren Teilnehmer, dass dieses bereits das letzte Treffen des Projektes gewesen sei.

Dass mit diesem letzten Kurzzeitaustausch das Projekt endet, sorgt auch innerhalb des internationalen Lehrerteams für Bedauern. In den vergangenen zwei Jahren habe man sehr kooperativ und konstruktiv zusammengearbeitet, voneinander und miteinander gelernt, alte Freundschaften aufgefrischt und neue Freundschaften geschlossen, so Christina Höhn. Jeder einzelne Schüler habe einen wertvollen Beitrag zur Umsetzung dieses Projektes geleistet, erklärt die Projektkoordinatorin voller Stolz, und es sei beeindruckend zu sehen, wie dabei der Gedanke des friedlichen Miteinanders und der Unterstützung von Flüchtlingen bei den Jugendlichen vorherrschte.

Mit Blick auf die Zukunft hofft man nun auf die Bewilligung weiterer Erasmus+-Projekte, so dass diese bereichernde Zusammenarbeit mit den Partnerschulen baldmöglichst fortgesetzt werden kann.