Start des neuen Erasmus+ Projekts „Virtual and real in our life“ in Prag (Tschechien)

Vom 14. Oktober bis zum 19. Oktober 2018 waren fünf Schülerinnen und Schüler der Heinrich-Heine-Schule mit zwei betreuenden Lehrkräften (Frau Kemmer und Frau Gilb) an der tschechischen Partnerschule (ZŠ Mládí) in Prag.
Das einwöchige Treffen bildete den Beginn der insgesamt zweijährigen Projektarbeit, die von der ZŠ Mládí (tschechische Partnerschule) koordiniert wird und an der sich neben der Heinrich-Heine-Schule noch Partnerschulen aus Spanien, Italien und Frankreich beteiligen.

Virtual Reality lässt unsere Träume wahr werden und eröffnet neue Welten – aber ist dies immer ein Vorteil? In jedem Fall verändern Virtual Reality und Co. viele Bereiche unseres alltäglichen Lebens: Freundschaften, Kunst, Kommunikation und Freizeit finden immer mehr in der virtuellen als in der realen Welt statt. Wo liegen die Vor- und Nachteile dieser Entwicklung? Wo verlaufen die Grenzen zwischen virtueller Welt und Wirklichkeit? Wie funktioniert Virtual Reality? Im Rahmen des Projekts werden die Teilnehmer/-innen Virtual Reality selbst ausprobieren, mit Experten ins Gespräch kommen, Erfahrungen austauschen, diskutieren und nicht zuletzt mit den Partnerschulen zusammenarbeiten. „Das Thema ist meiner Meinung nach sehr gut gewählt worden, denn „Virtual and real“ hat einen großen Anteil an unserem Alltag. Es war eine sehr tolle Erfahrung mit so vielen Schülern aus anderen Ländern zusammen zu kommen“, erzählte die Schülerin Lilly Fiedler (G7a).

Beim ersten Treffen ging es darum einen ersten Eindruck in die Thematik „Virtual und real“ zu gewinnen. Neben einer Begriffsdefinition wurde deutlich gemacht, dass in dem EU-gefördertenProjekt nicht nur der technische Aspekt, sondern auch die Einflussnahme auf die Lebenswelt der Projektteilnehmer/-innen berücksichtigt werden sollen. In Workshops aus Themenbereichen wie Spiele, Filme, Videos und Make-up stellten die Schüler/-innen den direkten Vergleich an: Macht es mehr Spaß, Spiele in der realen oder virtuellen Welt zu spielen? Welche virtuellen Effekte werden in Filmen verwendet? Wirken virtuelle Effekte bei der Bildbearbeitung oder ein reales Make-up ansprechender?

Darüber hinaus erforschten sie eigenständig die virtuellen Welten im Rahmen eines Besuchs des Museums „iQLANDIA“, indem sie verschiedene Experimente zur Thematik durchführten. „Am besten haben mir der Museumsbesuch und die Zeit in der Innenstadt von Prag gefallen. Ich würde jederzeit noch einmal an so einem Projekt teilnehmen“, resümierte der Schüler Simon Joswig (G9a).

Die neuesten technischen Errungenschaften wurden beim Projekttreffen in Tschechien direkt erlebbar. Ob VR-Brille, 3D-Drucker oder verschiedene Apps und Softwares, die die eigenen virtuellen Vorstellungen Realität werden lassen – die Teilnehmer/-innen zeigten sich imponiert von den technischen Möglichkeiten. Lehrer/-innen wie Schüler/-innen zeigten sich beim Besuch einer benachbarten Schule derZŠ Mládí, die bereits Virtual Reality beim Lernen und Lehren einsetzt, beeindruckt von den innovativen neuen Lehr- und Lernmethoden.

Die internationalen Gäste wurden während des einwöchigen Aufenthalts sehr herzlich von den tschechischen Gastgebern aufgenommen, was den Austausch der europäischen Jugendlichen untereinander stark
beförderte. Gefragt nach ihren Erfahrungen und Erlebnissen im Erasmus+ Projekt erklärten die Schülerinnen Jil dal Borgo (G7a), Anastasia Keranovic (G7a) und Aleksandra Giermek (G8b): „Auch, wenn man es nicht glaubt, sind in diesen fünf Tagen tolle Freundschaften entstanden undder Abschied viel uns allen sehr schwer“ (Jill). „Ich habe nicht nur viel Englisch gesprochen, sondern auch viele Freunde gefunden. Die Ausflüge waren auch sehr interessant. Mit meiner tschechischen Partnerin habe ich mich sehr gut verstanden“ (Aleksandra). „Mein Gesamteindruck ist, dass man in fünf Tagen viele Freundschaften schließen kann, obwohl wir alle aus komplett verschiedenen Ländern kommen. Als Team in Englisch zu arbeiten hat mir viel Spaß gemacht und ich habe viel bei den Workshops und Ausflügen gelernt“ (Anastasia).

Voller Vorfreude blicken die Projektteilnehmer/-innen dem nächsten Projekttreffen entgegen, das im Januar des kommenden Jahres bei uns in Deutschland an der Heinrich-Heine-Schule stattfinden wird. Der inhaltliche Schwerpunkt wird dann auf dem Unterschied zwischen realer und virtueller Freundschaft liegen.