"Suchtprävention einmal anders" – das Theater RequiSiT an der Heinrich-Heine-Schule

„Bühne frei und Vorhang auf“ hieß es am Donnerstag, den 20.09.2018 und am Freitag, den 21.09.2018 für das Theater RequiSiT: An zwei Vormittagen war die Theatergruppe erneut zu Gast an der Heinrich-Heine-Schule, um zum Thema „Sucht“ Präventionsarbeit zu leisten, und das auf eine für die Schülerinnen und Schüler des Jahrgangs 9 doch eher ungewöhnliche Art und Weise.

Erwarteten manche Neuntklässler im Vorfeld etwa, dass jemand ihnen etwas über Sucht erzähle, staunten sie nicht schlecht, als sie zu Theaterbesuchern – ja gar zu Akteuren – wurden und den Schauspielerinnen und Schauspielern die Vorlage für deren spontanes Spielen in Form von Gedanken, Wünschen, Wortspielereien oder auch simplen Begriffen liefern durften. Die Darstellerinnen und Darsteller nahmen diese Vorlagen begierig auf und kreierten im Spiel Szenen, die im Publikum für allerhand Lachen, Schmunzeln und großen Beifall sorgten.

Doch damit noch nicht genug: Nach der Theateraufführung folgte der zweite Teil dieser besonderen Präventionsarbeit. In kleine Gruppen aufgeteilt, zogen sich die Neuntklässler mit den Schauspielerinnen und Schauspielern von RequiSiT in die Klassenräume zurück. Dort standen ihnen die Darstellerinnen und Darsteller nun Rede und Antwort zum Thema „Sucht und Abhängigkeit“. Und sie hatten eine Menge zu erzählen, denn bei den Mitgliedern der Gruppe handelt es sich mit einer Ausnahme um ehemals Drogen konsumierende Abhängige, die mittlerweile gesund und "clean" sich die Aufgabe gestellt haben, in Schulen und anderen Institutionen suchtpräventive Aufklärungsarbeit zu leisten.

Anschließende Reflexionen im Unterricht lassen immer wieder den hohen Stellenwert dieser Gespräche, die authentischer nicht sein können, erkennen. Nicht verwunderlich ist es daher, dass vielen Schülerinnen und Schülern die Theatergruppe RequiSiT aufgrund ihrer jährlichen Gastspiele an der Heinrich-Heine-Schule und aufgrund ihrer besonderen Präventionsarbeit bereits ein Begriff ist.

Ein besonderer Dank geht an den Fachdienst Jugend und Familie - Jugendförderung und Frühe Hilfen in Dietzenbach sowie an die Fraport AG, die mit ihrer finanziellen Unterstützung dieses Angebot an der Heinrich-Heine-Schule ermöglichten.