Zum ersten Mal wählen gehen - die U18-Wahl an der Heinrich-Heine-Schule

Am Freitag, den 15.09. durften viele der Schülerinnen und Schüler der Heinrich-Heine-Schule zum ersten Mal wählen und wie die Erwachsenen ihre politische Stimme abgeben. Dazu wurde ein Musikraum der Heinrich-Heine-Schule als Wahllokal umgestaltet, in dem den U18-Wählerinnen und Wählern drei Wahlkabinen sowie eine selbstgestaltete Wahlurne zur Verfügung standen.

Das offizielle Wahllokal war für die Jahrgänge 7 bis 10 von der ersten Stunde bis 14.00 Uhr geöffnet und wurde zahlreich besucht, auch von Schülerinnen und Schülern anderer Dreieicher Schulen. Insgesamt 396 Schülerinnen und Schüler wählten „ihre“ Partei. Jeder durfte zwei Stimmen abgeben, wobei nur die Zweitstimme für die Partei zählte. Mit den Wahlprogrammen der Parteien hatten sich die Schülerinnen und Schüler bereits zuvor im Politik und Wirtschaftsunterricht auseinandergesetzt, so dass sie ihre Kreuze wohlüberlegt setzen konnten.

Wie U18-Wählerinnen und Wähler betonten, sei es ihnen sehr wichtig, ihre politische Meinung ausdrücken zu können und so im Rahmen der „U18 Wahl“ ein Meinungsbild der Gleichaltrigen zu erhalten. Zudem würden sie durch das Projekt die Wahlvorgänge hautnah miterleben und könnten diese dann besser nachvollziehen. Auf diese Weise fühlten sie sich besser vorbereitet, um bei der nächsten Bundestagswahl als Erstwähler ihre Stimme abzugeben.

Die Heinrich-Heine-Schule beteiligte sich als eines der 46 hessenweiten Wahllokale bereits zum zweiten Mal an dem Projekt „U18 Wahl“. „Für uns als Fachlehrer von Politik und Wirtschaft ist dieses Projekt von enormer Bedeutung“, erläuterte Marco Burlon, „schließlich bereiten wir im Unterricht die zukünftigen Erstwähler darauf vor, ihre Stimme in unsere Gesellschaft mit einzubringen.“  Vor allem mit Blick auf die vielen Nichtwähler in Deutschland sei es für den Fachbereich Politik und Wirtschaft von großer Bedeutung, die Motivation „zu wählen“ wieder zu wecken.

Als Projekt der politischen Bildung setzt sich die „U18 Wahl“ zum Ziel, Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren zum Wählen zu animieren. Von zentraler Bedeutung ist dabei, ihre Stimme sichtbar zu machen und so die Neugier und das Interesse der Kinder für politische Themen zu fördern.