26. Internationale Netzwerkkonferenz an der Heinrich-Heine-Schule

Vom 29. Januar bis zum 01. Februar 2020 fand die 26. Internationale Netzwerkkonferenz an der Heinrich-Heine-Schule statt, an der Schülerinnen und Schüler, Lehrerinnen und Lehrer sowie Schulleitungsmitglieder aus zehn verschiedenen Ländern teilnahmen. Damit wurde auch in diesem Jahr die langjährige Tradition des internationalen Austausches fortgesetzt, die nicht nur ihren festen Platz im Jahresplan der Dreieicher Europaschule hat, sondern ebenfalls für die internationalen Partnerschulen eine wichtige Veranstaltung ist, um bestehende Schulpartnerschaften zu festigen und neue internationale Kontakte aufzubauen.

In diesem Jahr freute sich die Heinrich-Heine-Schule Gäste aus Frankreich, den Niederlanden, Tschechien, Spanien, Italien, der Türkei und Japan willkommen zu heißen. Die 19 Lehrkräfte und 13 Schülerinnen und Schüler der insgesamt zehn teilnehmenden Partnerschulen arbeiteten an unterschiedlichen Projekten. Neben dem Austausch über die Umsetzung aktueller Schulentwicklungspläne, so z.B. dem Einsatz von digitalen Medien im Unterricht, war die Planung neuer Projekte ein zentraler Punkt der diesjährigen Konferenz. Damit sollte der Grundstein gelegt werden, um auch zukünftig Schule innovativ durch den internationalen Austausch gestalten zu können.

Für die Heinrich-Heine-Schule stand ein neues Projekt zum Thema „Gender“ im Planungsfokus. Neben der Teilnahme am Workshop „Introduction to Gender studies for teachers“, der von Jan-Erik Leonhardt, wissenschaftlicher Mitarbeiter des Instituts für England- und Amerikastudien der Goethe-Universität Frankfurt, geleitet wurde und der eine erste Annäherung an das Thema bot, arbeiteten die Lehrerinnen und Lehrer an der Bewerbung des Projektes als EU-gefördertes Erasmus+-Projekt. Koordiniert wird dieses neue Projekt vom Collège Antoine de Saint Exupéry aus St. Jean-de-Braye, der langjährigen französischen Partnerschule der Heinrich-Heine-Schule. Die Sprendlinger Europaschule wird im Rahmen des zweijährigen Projektes schwerpunktmäßig zum Themenaspekt „Gender und Theater“ arbeiten. Ebenfalls an diesem Projekt beteiligt sind die Partnerschulen aus den Niederlanden, Spanien und Tschechien.

Für neue Projektvorhaben der anderen Partnerschulen bot das internationale Treffen ebenfalls einen Rahmen, so u.a. für Projekte zum Thema „Kommunikation und Sprache“ und zum Thema „Umwelt“, an denen - trotz des Brexit - die englische Partnerschule aus Ellesmere Port sowie auch neue Partnerschulen aus Griechenland und Finnland mitarbeiten werden.

Für interessante Gespräche bot zudem der „International Evening“ am Donnerstagabend einen Rahmen, zu dessen Gelingen das "Team Dennis" durch die professionelle Bewirtung maßgeblich beitrug.

Der Austausch untereinander spielte auch auf Schülerebene eine zentrale Rolle: Für einige ältere Schülerinnen und Schüler war das Netzwerktreffen eine gute Gelegenheit, ihre ehemaligen Partnerschülerinnen und -schüler wiederzusehen, die sie am Donnerstagmorgen mit großer Freude zum Start der Konferenz in der Aula der Heinrich-Heine-Schule begrüßten. Ein Sportworkshop, der von der Sportlehrerin Beata Poblocka geleitet wurde, sorgte dafür, dass sich auch die anderen „neuen“ Netzwerker besser kennenlernen konnten. Bei den kooperativen und kommunikativen Teambuilding-Spielen bauten sie schnell sprachliche Barrieren ab.

Anschließend beschäftigten sie sich dann ebenfalls mit dem Thema „Gender“: Am Donnerstagnachmittag bot Jan-Erik Leonhardt einen Schülerworkshop an, in dem ausgehend von einem Filmausschnitt zur Thematik gearbeitete wurde. Am Freitagvormittag erstellten sie in dem Kunstworkshop unter der Leitung von Andres Kossbiel Comics, in denen Alltagssituationen von Jugendlichen dargestellt wurden und so der Umgang mit Geschlechterrollen verdeutlicht wurde.

Die Ergebnisse der Projektarbeitsgruppen und der beiden Schülerworkshops wurden am Freitagmittag präsentiert. Dabei formulierten die jungen Netzwerkerinnen und Netzwerker eine klare Botschaft an ihre Lehrinnen und Lehrer und forderten sie dazu auf, die Gender-Thematik im Unterricht zu behandeln, denn es sei wichtig, mehr darüber zu erfahren und gemeinsam darüber zu sprechen.

Für die Schülerinnen und Schüler ging es dann nach dem gemeinsamen Mittagessen nach Frankfurt zum Bowling. Am Abend endete die Netzwerkkonferenz mit einer Farewell-Disco, zu der die internationalen Schülerinnen und Schüler ländertypische Speisen mitgebrachten. Der Abschied viel schwer, denn nach den beiden Tagen und den vielen gemeinsamen Aktivitäten sind viele neue Freundschaften entstanden. Einige Heine-Schüler sind fest entschlossen, ihre Gastschüler bald einmal zu besuchen. Und auch die Gastschüler freuen sich auf ein baldiges Wiedersehen.