Tag der offenen Tür auch in abgespeckter Form gut angenommen

Wo Europa eine besondere Rolle spielt


Die Pandemie macht erfinderisch: Einen etwas anderen „Tag der offenen Tür“ organisierte die Heinrich-Heine-Schule (HHS), um Grundschulkindern und deren Eltern ihr Bildungsangebot und die Schwerpunkte im interkulturellen, pädagogischen und sozialen Bereich vorzustellen.

Unter regulären Umständen hätte es zahlreiche Stände im Gebäude der Europaschule gegeben, an denen die Viertklässler und ihre Eltern sich einen Eindruck vom Schulleben hätten verschaffen können. Nachdem der Tag der offenen Tür vergangenes Jahr ausfallen musste, entschied sich die Schulleitung für eine Variante im kleineren Rahmen. Interessierte Familien mussten sich vorab im Sekretariat anmelden.

Nach der Kontrolle der tagesaktuellen Tests und Impfnachweise hieß Schulleiterin Sigrid Neuner die Gäste in der Aula der Schule willkommen. Anschließend wurden sie von Mitgliedern der Schulleitung durch die Räume geführt, sodass sie sich eine persönliche Meinung über die Lernmöglichkeiten der HHS bilden konnten. In den Klassen- und Fachräumen stellten Lehrkräfte sowie Schülerinnen und Schüler verschiedene Schwerpunkte der Schule vor und beantworteten die neugierigen Fragen. Ebenso standen die Teams der Betreuung und der Bücherei den Interessierten Rede und Antwort.

Aufgrund der Kürze des Besuchs war es nicht möglich, viele Mitmachaktionen anzubieten. Dennoch gelang es, einige Highlights aus dem Unterrichtsalltag oder den Ganztagsangeboten einzustreuen. So präsentierten beispielsweise die IPad-Klassen der Jahrgangsstufen fünf bis sieben ihre selbsterstellten Lernvideos, zeigten, wie sich die Heftführung auch elektronisch organisieren lässt oder stellten ihre Lieblingsapps für den Unterricht vor. Die Klasse R5b beeindruckte die Besucher mit einem Unterrichtsbeispiel aus dem Fach Erdkunde, das die Funktion der so genannten „Augmented Reality“ – ein am Computer geschaffenes Abbild der Realität - nutzt, um das Sonnensystem zu veranschaulichen und zu verstehen.

Im Computerraum stellte der MINT-Bereich (er fasst die Fächer Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik zusammen) Ergebnisse vor, im Physikraum kamen naturwissenschaftlich interessierten Kinder auf ihre Kosten. Hier führten ältere Schüler verschiedene Mitmach-Experimente vor und zeigten den Viertklässlern, was sie bei einem Besuch der HHS erwarten würde.

Die internationalen Klassen aus den Jahrgangsstufen fünf bis sieben informierten über die zahlreichen internationalen Austausch- und Begegnungsprojekte und berichteten beispielsweise über den geplanten Schüleraustausch mit Spanien, dem Austauschprojekt mit der Internationalen Japanischen Schule in Frankfurt und einem Briefprojekt mit einer Partnerklasse in Tschechien. Die Vorstellung des Fremdsprachenangebots und des Konzepts des bilingualen Unterrichts im Gymnasialzweig rundeten das Programm ab.

Wir haben sicher das Beste aus der augenblicklichen Situation gemacht. Das Interesse der großen und kleinen Besucher hat gezeigt, dass sich unser Einsatz gelohnt hat“, resümiert Schulleiterin Sigrid Neuner. Sie freut sich auch, dass nicht nur Dreieicher, sondern auch Kinder und Eltern aus Langen und Neu-Isenburg die Gelegenheit genutzt haben, sich ein Bild von der Europaschule zu machen.

Quelle: fm (Offenbach Post 2.2.2022)