Tag der offenen Tür: Europa in Dreieich

Heine-Schule informiert über vielfältige Bildungsangebote im digitalen Zeitalter

Die Heinrich-Heine-Schule hat bei ihrem Tag der offenen Tür die Bildungsangebote und die Schwerpunkte im pädagogischen, interkulturellen und sozialen Bereich der Schule vorgestellt. Dabei bot sich den Besuchern reichlich Gelegenheit, die vielfältigen Tätigkeitsbereiche einer Europaschule zu erkunden und sich ein Bild davon zu machen, wie aktuelle Schulentwicklungspläne des Landes Hessen im Schulalltag der Heinrich-Heine-Schule umgesetzt werden. Als Europaschule ist die Heinrich-Heine-Schule ein Teil des Schulentwicklungsprogramms des Landes Hessen, deren stetige Weiterentwicklung sich etwa in der Einführung des Doppelstundenprinzips und aktuell in der Einrichtung des flächendeckenden WLANs zum Einsatz von digitalen Medien im Unterricht zeigt.

Eröffnet wurde der Tag der offenen Tür mit Grußworten von Schulleiterin Sigrid Harnischfeger, die betonte, dass sich die Heinrich-Heine-Schule als eine Schule für alle Schülerinnen und Schüler versteht, auch für Schülerinnen und Schüler angrenzender Städte. Der Unterricht in der zweiten Fremdsprache im Jahrgang 6 mit dem Schwerpunkt „Kommunikation“ sowie die bilingualen Einwahlmöglichkeiten in einem Sachfach ab der Klasse 7 zeigen, dass sich die Europaschule bereits seit mehreren Jahren erfolgreich von anderen weiterführenden Schulen mit ihrem Fremdsprachenkonzept abhebt.

Die Klasse G 5b-k(reativ) sang voller Begeisterung ihr "Monster-Lied", das die Fünftklässler unter Verwendung selbstgenähter Monster-Handpuppen eigens einstudiert hatten und für das sie großen Beifall ernteten. Als „Kreativ“-Klasse ist die „G5b-k“ neben der „Tablet“-Klasse und der „Europa“-Klasse eine der neuen Schwerpunktklassen im Gymnasialzweig, die in diesem Schuljahr erstmals das Lernen in kleinen Gruppen gemäß der Neigungen der Schülerinnen und Schüler ermöglichen. Begeisterung löste auch der anschließende Auftritt der Zirkus-AG aus, die das Publikum dazu animierte, zum Lied "Happy" mitzutanzen und zu klatschen.

Neben den Schulleitungsmitgliedern und Lehrkräften standen die Schulelternbeiräte, der Förderverein und die Schülervertretung (SV) den Besuchern Rede und Antwort. Verschiedene Stände luden dazu ein, sich über die Gestaltung des Übergangs vom Jahrgang 4 nach 5 sowie den Übergang in die gymnasiale Oberstufe, die Ganztagsangebote sowie die Beratungsangebotes zu informieren. Dabei konnten sie in Erfahrung bringen, welche Bildungsgänge an der Heinrich-Heine-Europaschule als Kooperativer Gesamtschule angeboten werden und welche Betreuungsmöglichkeiten vor allem für die Jahrgänge 5 und 6 bestehen. Die Informationsangebote bezogen sich außerdem auch auf die individuellen Lern- und Fördermöglichkeiten, wie z.B. den Bereich der Hochbegabtenförderung und die LRS-/Deutschförderung, sowie die Schwerpunkte, wie z.B. den MINT-Bereich und die Berufsorientierung.

Zusammen mit Lehrkräften führten Sechst- und Siebtklässler die Viertklässler und deren Eltern als Schülertaxis durch das Schulgebäude und über das Schulgelände zu den verschiedenen Angeboten, so dass diese einen umfassenden Eindruck von der Heinrich-Heine-Schule bekamen. Die Fragen, wie Unterricht im digitalen Zeitalter funktionieren kann und dabei digitale Lernstrategien individuell gefördert werden können, wurden mit dem Einsatz von iPads im Biologie-Schnupperunterricht der G5a, der Buch-App-Tablet-Klasse ("BAT"-Projektklasse), anschaulich beantwortet.

Auch bei den Schnupperunterrichtsangeboten in den Fächern Mathematik, Deutsch und Englisch konnten sich die Besucher ein Bild davon machen, wie Unterricht im digitalen Zeitalter funktioniert, und Fragen zu den Inhalten, Konzepten und zur Methodik des modernen Unterrichts stellen. Zahlreiche Präsentationen und Ausstellungen boten einen Einblicke in die Arbeit im musikalischen, geschichtlichen, sportlichen und künstlerischen Bereich und informierten über Kooperationen, so z.B. im Rahmen des Projektes „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“. Auch konnten sich die Eltern über die Aufgaben im Bereich der Schulsozialarbeit und der Suchtprävention sowie über die Konzepte in den Bereichen der inklusiven Beschulung, des sozialen Lernens und des Jugendmedienschutzes informieren.

Darüber hinaus luden Workshops die jungen Besucher zum Mitmachen ein: Von Lernsoftware über Sportspiele bis hin zu Musikinstrumenten konnte allerhand ausprobiert werden, wobei besonders Mutige die Kletterwand erklimmen oder sich beim Sportparcours austoben konnten. Die Schülerbücherei war ebenfalls geöffnet und lud zu einem Besuch ein, bei dem die schuleigenen Lesescouts begeistert für das Lesen und die Lern- und Spielmöglichkeiten der Schülerbücherei warben. Bei verschiedenen Experimenten und Versuchen konnten sich die Besucher einen Eindruck von den naturwissenschaftlichen Fächern verschaffen, so z.B. bei der Physik-Show und dem Mikroskopieren im Biologieunterricht. Wie das Lernen im naturwissenschaftlichen Bereich unter Einsatz von verschiedenen Medien funktioniert, wurde für den Bereich Chemie durch Chromebooks, für das Fach „Erdkunde“ durch den Einsatz des Activboards veranschaulicht.

Sprach- und kulturinteressierte Besucher kamen ebenfalls auf ihre Kosten, indem sie sich über das Fremdsprachenkonzept der Schule, offizielle Sprachzertifikate, die Portfolioarbeit sowie über das Konzept des bilingualen Unterrichts im Gymnasialzweig informierten. Neben dem „Hineinschnuppern“ in den Unterricht der zweiten Fremdsprache – Französisch oder Spanisch – war ebenfalls die Teilnahme am Wahlpflichtkurs des Realschulbereiches „English around the world“ möglich.

Die Besonderheiten der Heinrich-Heine-Schule als Europaschule mit ihren zahlreichen internationalen Austausch-/ und Begegnungsprojekten wurden den Gästen ausführlich präsentiert: So erhielten Besucher genauere Informationen zum Schüleraustausch mit England, Spanien, Tschechien und Israel, zu den deutsch-französischen und deutsch japanischen Klassenpartnerschaften sowie zum Betriebspraktikum in Frankreich und in Spanien. Die beiden aktuellen Erasmus+-Projekte, welche von der EU gefördert und gemeinsam mit verschiedenen europäischen Partnerschulen durchgeführt werden, wurden in diesem Rahmen ebenfalls vorgestellt.

Für das leibliche Wohl sorgten an diesem Samstagvormittag der Schulelternbeirat sowie der Förderverein der Schule, die Schülervertretung, das Team der Cafeteria, der Waffelstand des Namibia-Hilfsprojektes und der Crêpe-Stand des Club Français.